Gerade gehört: Sandro Perri – „Impossible Spaces“


Im ohnehin schon nicht an Welten armen Kosmos des Constellation-Labels hier nun noch ein einigermaßen großer Wurf, der einen musikalischen Reichtum offeriert, der geradezu brasilianisch anmutet – und zwar im Sinne des Tropicalismus von Typen wie Caetano Veloso. Heißt: Geschmeidige Pop-Oberflächen mit verdächtig avantgardistischen Techniken erstellt und unterlegt. Vordergründig einschmeichelnd, latent irritierend, sprich: wahnsinnig interessant, wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt. Sandro Perri tauchte übrigens vor einigen Jahren auch schonmal als Ambient-Skulpteur unter dem Namen Polmo Polpo auf. Wäre das nicht so ein in mehrerlei Hinsicht falscher Satz (betreffs der Bedeutung von Musikgeschmack, hinsichtlich der Problematik des Erfolgsgedankens etc), würde ich sagen: In einer besseren Welt wäre dieser Mann ein Pop-Star.

(erscheint am 21.10. bei Constellation Records, Vertrieb: Cargo)

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