Wie es der Zufall will…


feierte vor zehn Jahren das TRUST Jubiläum, und zwar im Juni im Wehrschloss (RIP). Damals natürlich ein willkommener Grund, eine Ankündigung für die taz zu schreiben. Dieses Jahr feiert das longest running fanzine seinen 25. Jahrestag, am 3.6. im Schlachthof, mit No Means No, Leatherface und Sex Jams. Damals stand Folgendes auf dem Plan:

Die Vorschau

Another one buys the Trust

 Craving, Chung, Hillside und die Dogtown Boys feiern 15 Jahre Bayerisch-Bremerisches „Trust“-Fanzine im Schloss

Seit eineinhalb Dekaden informiert das „Trust“ über alles, was den Geist von Punk atmet, und – zum Glück – noch viel mehr. Seinerzeit stand auf dem Titel des in Augsburg erscheinenden Hefts noch die Unterzeile „Süddeutsches Hardcore-Magazin“, aber das hatte sich bald schon überholt. Mittlerweile sind Schreiber wie Leser übers ganze Land verteilt. Außerdem verlegte Herausgeber Dolf Hermannstädter eines schönen Tages den Firmensitz nach Bremen (wer einmal in Augsburg war, wird das verstehen) und ein Hardcoremagazin ist das Trust auch nur noch bedingt. Geblieben ist die Leidenschaft für intensive Musik. Und weil fünfzehnjähriger Bestand ein Anlass zum Feiern ist, lädt das Trust ins Wehrschloss und hat dafür ein paar tollen Bands Bescheid gesagt.

Craving stammen aus der Umgebung des Troisdorfer BluNoise-Labels, aus dessen Stall bereits die Gitarrenhoffnungen Blackmail und Scumbucket auszogen, um die Welt zu erobern. Craving sind weniger poppig, spielen stur und sperrig, knochentrocken und zornig. Sie wissen das herzustellen, wonach sich Freunde gepflegt ungepflegten Noise-Rocks seit dem Ende von Jesus Lizard die Hacken ablaufen. Und wenn sie auf der Bühne stehen, sind sie in der Lage für diesen einen Moment die beste Band der Welt zu sein. Eine Band, die das Erbe von Party Diktator antreten könnte, mit ganz eigener Handschrift.

Auf ähnlichem Terrain erfolgreich sind Chung aus Bremen, die es nach einem Sabbatjahr wieder auf die Bühne treibt, wo sie sich besonders wohl fühlen, wie bestätigen kann, wer sie beispielsweise im Vorprogramm des letzten Bremer Fugazi-Konzerts gesehen hat, wo sie auch die Herren aus Washinton, D.C. für sich einnahmen, damals allerdings noch ohne Orgel. Auch hier west fort, was einmal am Ort der heutigen Feier seinen Anfang nahm: nervöse, treibende Rockmusik, bei Chung aber eher gerade als bei Party Diktator, aus denen sie hervorgingen.

Zuvor spielen Hillside aus Münster, die ihre Version von so genanntem Emo-Core aufführen – irgendwo in der Nähe von Texas Is The Reason, Superchunk und Sunny Day Real Estate. In der kurzen Zeit ihres Bestehens haben sie schon mit den Weakerthans, Burning Airlines und anderen näher bis entfernter verwandten Bands gespielt.

Eine Band wurde gar eigens für den heutigen Abend zusammengestellt. Ein paar Fanzine-Schreiber werden sich als Dogtown Boys kreuz und quer und auf und ab durch die Geschichte des Punk und Hardcore kämpfen, wie vorab zu vernehmen war. Zu Gastauftritten anrainender Spezialisten soll es dabei auch kommen, nebst vier Gedenkminuten in zwei Songs zum Tod von Joey Ramone.

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