Was machen eigentlich…


Rockbitch?

„Eine Art zu leben“

(aus Bremer, 2001)

„Wir wollen eine andere Art zu leben zeigen.“, ließen Rockbitch einmal verlauten. Rockbitch, eine englische Rockband, die in einer Kommune in Südfrankreich lebt, erregten vor ein paar Jahren damit Aufsehen, dass sie tatkräftig einforderten, was ein Mann im Rock’n’Roll schon lange darf, nämlich bei Gelegenheit der leiblichen Lust den Vorrang zu geben, was eben, wie Rockbitch korrekt erkannt haben, dem Mann nicht nur nachgesehen wird sondern ihn in den Augen mancher sogar schmückt, während Frauen dafür abgestraft werden. Rockbitch, sechs Frauen und ein Mann, fordern nicht nur Gleichbehandlung und sexuelle Befreiung, sondern stellen auf der Bühne auch vor, wie sie sich das vorstellen. Sex, nicht nur untereinander, wobei der Mann sich mit seiner Gitarre zu begnügen hat, sondern auch mit dem Publikum in Repräsentanz einer mehr oder minder zufällig erwählten Person.

Allerdings haben sie im letzten Jahr zumindest in Bremen nicht so dürfen können, wie sie hätten wollen mögen, weil laut den Stadtverordneten die Rockbitch-Show einschließlich goldener Duschen dem allgemein gültigen sittlichen Empfinden widerspreche. So bleibt noch die Musik, die leider nicht unbedingt den Willen demonstriert, eine andere Art zu musizieren zu zeigen. Der Crossover-Rock von Rockbitch hält sich doch eher an Vertrautes.

Aber möglicherweise hat sich ja das allgemein gültige sittliche Empfinden geändert, und Rockbitch dürfen wieder zeigen, wie sie sich ein Miteinander ohne Eifersucht und Besitzansprüche und Prüderie vorstellen.

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